Only showing results from gutefrage.net
Da würde garnichts einfrieren. Das ist das Gleiche wie mit dem Frostschutzmittel im Auto. Warum wird es dem Kühlwasser beigemischt? Damit das Kühlwasser im Winter nicht einfrieren kann. Alkohol und Wasser sind so miteinander vermengt, dass die Bildung von Eiskristallen nicht mehr möglich ist. Das Trennen funktioniert nur durch destillieren, was man ja auch beim Schnapsbrennen macht, weil Wasser bei 100°C siedet, Alkohol jedoch schon bei 80°C. Answer from Mike6969 on gutefrage.net
Top answer
1 of 4
125
Moin die prinzipielle Trennmethode ist wohl die Destillation. Dabei machst du dir zunutze, dass beide Stoffe unterschiedliche Siedetemperaturen haben. Wasser siedet unter ansonsten normalen Bedingungen bei etwa 100°C, Trinkalkohol (Ethanol) bei 78°C. Daher sollte man annehmen, dass ein Alkohol-Wasser-Gemisch trennbar ist, wenn man das Ganze auf etwa 80°C erhitzt, denn dann sollte der Alkohol verdampfen, das Wasser nicht. Wenn du den Alkoholdampf in ein anderes Gefäß überführst und dort kondensieren lässt, kannst du beide Flüssigkeiten weitestgehend voneinander trennen... Aber wieso nur "weitestgehend"? Nun, Wasser und Ethanol bilden ein so genanntes azetropes Gemisch. Du kannst nach wiederholten Destillationen feststellen, dass sich auch immer ein bisschen Wasserdampf in den Alkoholdampf "einschmuggelt". Tatsächlich kannst du allein durch Destillation nur ein etwa 96%ig reinen Alkohol erhalten. Ungefähr 4% Wasser bleiben immer enthalten. Das azetrope Gemisch verhält sich bei diesem Verhältnis wie ein Reinstoff und siedet als solches Gemisch bei 78,17°C. Um auch den Rest des Wassers vom Alkohol zu trennen, brauchst du ein anderes Verfahren, das man "azetrope Retifikation" nennt. Dabei gibst du zu deinem Azetrop eine dritte Komponente (zum Beispiel Benzol) und stellst ein neues (ternäres) Azetrop her. Im Falle des Alkohol-Wasser-Benzol-Gemisches siedet dieses Azetrop bei circa 65°C. Dadurch kann man das Wasser nach und nach ausschleppen. Das so gewonnene Benzol-Alkohol-Gemisch lässt sich anschließend wieder durch eine einfache Destillation voneinander trennen. Am Ende kann man auf diese (umständliche) Weise reinen Alkohol und reines Wasser erhalten. LG von der Waterkant.
2 of 4
34
Destillation heißt das Zauberwort. Du erhitzt das Gemisch auf den Siedepunkt von Alkohol, der Alkohol verdampft und das Wasser bleibt da. Wenn Du den Dampf nun auffängst, hast Du beides getrennt. Warum das geht: Weil beide einen unterschiedlichen Sidepunkt haben.
Top answer
1 of 5
1
Es kommt total auf die Sorte an. Je teurer und edler, desto größer der Fauxpas, wenn man ihn verdünnt (und auch sehr schade). Aber im Rheinhessischen z.B. trinkt man sehr viel Rieslingschorle.Dafür werden dann die günstigeren Weine genutzt. Edit: seh grad, dass Du nach ROTwein gefragt hast... also dass kenn ich auch kaum. Rose und Weißweine kenn ich als Schorle, roter nicht.
2 of 5
3
Wein besteht so oder so zum Mehrteil (circa >70-80%) aus Wasser. Wenn man ihn nun weiter verdünnt, verfliegt jeder wesentliche Aromaträger. Wenn du denkst Rotwein hätte einen sauren eigentümlichen Geschmack hast du noch keinen guten Rotwein konsumiert. Wirklich gelungener Rotwein ist an folgendem zu erkennen: -Vielfältige Geschmacksnuancen -Langer Nachhall (ab 7-8 sec. ist von einem guten bis sehr guten Rotwein auszugehen) -Seidiges und weiches Mundgefühl durch ausbalancierte Tannine -Eigener Charakter/Abgrenzung zum Massenwein -Hochwertige Traubensorte, optimale Anbauregion, möglichst nachhaltige Bewirtschaftung -Zuletzt muss er einem selber schmecken. Lieblicher Rotwein oder Eiswein schmecken i.d.R. süßer als trockener Rotwein, der zwar weniger Restzucker enthält, aber nicht unbedingt weniger 'Softheit' am Mund entfaltet. Grundsätzlich solltest Du Rotwein nie bei Zimmertemperatur trinken! 16-18 Grad Celsius sind optimal. Bei höheren Temperaturen dominiert die Alkoholnote und jeder gute Rotwein entfaltet nicht sein volles aromatisches Potenzial. Alles Gute, bei Rückfragen kommentieren 😇
Top answer
1 of 5
5
Grundsätzlich sind Volumina beim Mischen nicht additiv, weil sich die verschieden­artigen Moleküle in einer Mischung oft enger aneinanderlagern als in den Reinsub­stanzen. Daher beobachtet man oft Volumskontraktion, also daß das Volumen der Mischung geringer ist als die Summe der Voluma der Einzelkomponenten. Wenn Du z.B. 500 ml Wasser mit 500 ml konzentrierter (w=96%) Schwefelsäure mischst, dann bekommst Du nur 931 ml Mischung (fast 7% Kontraktion). Das ist eine extrem starke Volumskontraktion. Wesentlich seltener tritt Volumsexpansion auf, nämlich dann, wenn die gleicharti­gen Moleküle sich enger packen als die verschiedenartigen. Das kommt seltener vor, weil in solchen Fällen die Flüssigkeiten gar nicht erst mischbar sind, es will ja je­des Mo­le­kül unter seinesgleichen bleiben. Wein ist natürlich ein schwieriger Fall, weil er sehr viele verschiedene Moleküle ent­hält (Tannine, Zucker, Ester). Wir können aber reines Wasser mit einer σ=10%igen wäß­­ri­gen Etha­nol­lösung (≈Wein, w=8.04%) mischen. Da selbst die 10%ige Lösung schon ziemlich verdünnt ist, beträgt die Volumskontraktion nur 0.2% — aus je einem hal­ben Liter entstehen also insgesamt 998 ml einer σ=5% (w=3.99%). Eine wesentlich stärkere Volumskontraktion würde eintreten, wenn Du einen halben Liter Wasser mit ebensoviel absolutem (wasserfreiem) Alkohol vermischt. Dann be­kommst Du 964 ml eines w=44.21, σ=51.88% Alkohols, also 3.6% Kontraktion.
2 of 5
4
Wenn man reines Wasser mit reinem Alkohol (Ethanol) mischt, verringert sich das Volumen um einige Prozent. Die unterschiedlichen Moleküle packen sich einfach dichter aneinander als die jeweils gleichen.Wein enthält nur gut 10 % Alkohol und einige andere Bestandteile nebst hauptsächlich Wasser, ist also in diesem Sinne schon dichter gepackt. Ob da beim Mischen mit Wasser eine Volumenkontraktion stattfindet, müsste man ausprobieren. Ich vermute nicht bis ummerklich.
Top answer
1 of 2
11
Moin, Salz bekommst du einfach durch Destillation aus dem Gemisch, denn wenn du das Gemisch auf 100°C erhitzt, verdampfen Alkohol und Wasser und lassen eine schöne Salzkruste zurück (schließlich haben Salze viel höhere Schmelz- und vor allem Siedetemperaturen). Das ist also kein Problem. Dafür hast du aber ein ungleich größeres Problem, wenn du anschließend auch noch Wasser und Alkohol voneinander trennen sollst. Die beiden bilden nämlich ein so genanntes azeotropisches Gemisch, das heißt vereinfacht gesagt, dass du sie mit einer herkömmlichen Destillation, die du mehrfach hintereinander ablaufen lässt nur soweit trennen kannst, dass am Ende dein Alkohol noch 4% Wasser enthält. Dieser 96%-Alkohol verhält sich anschließend wie ein Reinstoff und siedet bei etwa 78°C (wohlgemerkt, der geringe Wasseranteil mit!). Um das Azeotrop zu trennen, müsstest du eine dritte Komponente hinzu geben - zum Beispiel Benzol - die dann bei einer mehrfach hintereinander ablaufenden Destillation nach und nach das bisschen Wasser zurück lässt. Das bezeichnet man als "Ausschleppen" und den Vorgang daher als "Schleppdestillation". Anschließend kann man dann das Benzol-Alkohol-Gemisch durch eifache Destillation wieder trennen. Krass umständlich, nicht wahr? Man könnte natürlich auch hygroskopische (wasserziehende) Substanzen zur Trennung des Azeotrops verwenden, zum Beispiel das Trockenmittel Magnesiumsulfat. Das entzieht dem Alkohol-Wasser-Gemisch das Wasser, so dass wasserfreier Alkohol zurück bleibt. Anschließend könnte man das Trockenmittel wieder erhitzen und so das Wasser austreiben. Aber du siehst, alles in allem ist es gar nicht so einfach, diese drei Stoffe vollständig voneinander zu trennen. LG von der Waterkant.
2 of 2
5
Destillation ist hier der Weg zum Erfolg. Bei ca. 70 -80°C verflüchtigt sich Alkohol, Wasser bei 100°C und das Salz bleibt im Gefäß zurück wenn alle Flüssigkeit verdampft ist. m.f.G
Find elsewhere
🌐
Gutefrage
gutefrage.net › frage › warum-lassen-sich-ethanol-und-wasser-gut-durch-destillation-trennen-aber-wasser-und-1-propanol-fast-gar-nicht
Warum lassen sich Ethanol und Wasser gut durch Destillation trennen, aber Wasser und 1-Propanol fast gar nicht? (Chemie, Naturwissenschaft)
January 14, 2021 - Hi, eigentlich lassen sich auch Ethanol und Wasser nicht gut destillieren. Kannst du bitte die Lösung deines Lehrers hierher posten für die anderen. Danke im Voraus und m.f.G. anwesende
Top answer
1 of 5
14
Es ist nicht ganz so einfach. Manche Flüssigkeitsgemische kann man mit Destil­la­tion perfekt trennen. Dazu braucht man mehrere Durch­läufe, aber die Chemiker haben sich eine schlaue Apparatur namens Kolonne einfallen lassen, mit der man die Trenn­­wirkung einer Destil­la­tion fast beliebig erhöhen kann; damit ist es möglich, mit einer einzigen Destil­la­tion die Kom­ponen­ten fast vollständig zu trennen. Beispiele sind Mischungen zwischen verschiedenen Alkanen, oder auch Wasser/Methanol. Solche Mischungen heißen ideal. Beim Gemisch Alkohol/Wasser ist das aber nicht so. Die Wechsel­wirkung zwischen den ver­schie­de­nen Molekülen (Wasser und Ethanol) ist nämlich wesentlich stärker als die zwischen Molekülen gleichen Typs (Ethanol und Ethanol). Das führt zu Kom­plika­tionen und letztlich dazu, daß man bei der Destillation immer bei einer be­stimm­ten Kon­zen­tra­tion „hängen­bleibt“. Diese spezielle Mischung, die destillativ nicht weiter getrennt werden kann, heißt Azeotrop, und ihre Zu­sam­men­setzung hängt nur vom Druck ab, aber nicht von den Ausgangskonzentrationen. Das Wasser/Ethanol-Azeotrop hat 96% EtOH. Wikipedia verrät Dir die Azeotrop-Zu­sam­men­setzungen vieler anderer Mischungen: https://en.wikipedia.org/wiki/Azeotrope_tables
2 of 5
5
3 Antworten bisher, 3 x falsch. Beim Destillieren mit Rückfluss bzw. Kolonne kann man hochrein auf einen Schlag aufreinigen. DENNOCH Wird mann niemals 100% Ethanol bekommen, auch nicht 98%. Bei theoretisch optimaler Auftrennung (wie gesagt, gibt Anlagen die nahe kommen) kann 96% Alkohol gebildet werden. Alkohol bildet mit Wasser bei 96% ein Azeotrop mit niedrigerem Siedepunkt als sowohl Wasser und Ethanol. Der Dampf ist gleich zusammengesetzt wie die Flüssigkeit. Weitere Trennung nur chemisch, z.B durch Wasserbindner möglich. 98% Akkohol kanns übrigens in fast reinen Alkohol un das Azeotrope Gemisch auftrennen per Destille. Dabei bleibt der reine Alkohol im Destillationsrückstand.
Top answer
1 of 4
3
Google mal unter "Azeotrop" - das ist der Grund, dass man durch noch so sorgfältiges Destillieren ( = langsam über eine lange Kolonne) nicht über 95,6% Alkohol kommt. Beim üblichen Schnapsbrennen kommt hinzu, dass man dabei statt einer langen Kolonne nur ein kurzes Winkelrohr hat, dann erfolgt nur ein einziger Trennungsschritt, mit diesen Effekten: Reiner Alkohol siedet bei 78°C, Wein ist aber kein reiner Alkohol und siedet erst bei ca. 85°C, Temperatur steigend mit abnehmendem Alkoholgehalt. Bei 85°C ist der Dampfdruck des Wassers auch schon ca. 500 mbar, im Dampfraum werden sich also etwa 500 mbar Ethanol und 500 mbar Wasser befinden. Oder auch: Gleich viele Moleküle Ethanol und Wasser. Es ist allerdings auch gar nicht beabsichtigt, beim Schanps-Brennen möglichst reinen Alkohol zu gewinnen. Denn dann wären auch die erwünschten Geschmacksstoffe größtenteils abgetrennt.
2 of 4
1
Aus Destillation würde man keinen 100%igen Alkohol bekommen, da Wasser mit Ethanol ein sogenanntes "azeotropisches Gemisch" bildet, das heißt Ethanol und Wassermoleküle verketten sich so eng miteinander, dass beim Destillieren nie sämtliches Wasser entfernt werden könnte. Ca. 5% Wasseranteil wären immer noch vorhanden. Für die Gewinnung von annähernd 100%igem Alkohol müsste anschließend noch ein stark wasserziehendes Mittel hinzugefügt werden. Oder man stellt es gleich synthetisch durch Hydratisierung von Ethen her. Aber auch da würde man es (da wieder Wasser im Spiel ist) nur auf 99,9% Reinheit bringen. http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20080324183035AA2IjEx
Top answer
1 of 5
11
Bei der Destillation von Wein durch den niedrigeren Siedepunkt des Alkohols gegenüber Wasser eine Aufkonzentrierung des Ethanols im aufsteigenden Dampf erreicht, sodass ein hochprozentiges Getränk – der Branntwein – als kondensierter Dampf entsteht. Nicht erwünschte und dem Geschmack abträgliche Begleitstoffe werden zusätzlich während des Prozesses abgetrennt. Da sich die Siedepunkte von Ethanol (78,5 °C) und Wasser (100 °C) nur gering voneinander unterscheiden, ist eine vollständige Trennung mit einer einfachen Destillation nicht zu erreichen. Um beispielsweise eine zehnprozentige Alkohollösung, wie sie z. B. bei der Gärung erhalten wird, auf eine Lösung mit 50 Prozent Alkohol zu konzentrieren, muss das Destillat noch mindestens ein- bis zweimal destilliert werden. Für technischen Alkohol (95-prozentig) wiederholt man die Destillation mehrmals. Trotz aller Mühe bleiben immer noch andere Stoffe im Ergebnis (also etwas Wasser auch). Es kommt auch auf die Methode an -> http://de.wikipedia.org/wiki/Destillation
2 of 5
4
Es ist nicht so, dass man aus einer Mischung aus Alkohol und Wasser allein den Alkohol verdampfen kann, sobald die Siedetemperatur des Alkohols überschritten ist. Stattdessen verdampft bei der Siedetemperatur der Mischung, die über der des Alkohols liegt, ein Dampf, der zwar mit Alkohol angereichert ist, aber eben kein reiner Alkohol ist. Also kann man mit jedem Destillationsschritt den Alkohol anreichern, aber keinen wirklich reinen Alkohol gewinnen. Bei dem System Wasser/Ethanol tritt dazu noch ein Azeotrop auf. Ein Azeotrop ist eine Mischung, die sich dadurch auszeichnet, dass der Gehalt des Leichtersieders in Dampf und Flüssigkeit gleich sind. Das ist hier bei ca. 96% Ethanol und 4% Wasser der Fall. Hier ist destillativ keine weitere Anreicherung mehr möglich. Um ein Azeotrop zu brechen, muss man entweder einen dritten Stoff einsetzen (Stichwort Reaktivrektifikation) oder in einer weiteren Destillation bei anderem Druck destillieren. Die Lage des Azeotrops ist druckabhängig und kann bei Druckvariationen auch ganz verschwinden.