Das Deutsche Wörterbuch von Grimm & Grimm sagt zu diesem Spruch (weit unten im Lemma "Storch"):
α) scherzhaft als ausdruck einer starken verwunderung da brat mir einer einen storch! in dem sinne von 'so etwas ist noch nicht erlebt, noch nicht dagewesen! da hört doch alles auf!' und mit dem weiteren zusatze und (aber) die beine (beene) recht knusperig! vgl. MÜLLER-FRAUREUTH 2, 569a: wohl übernommen aus der anderen wendung du kannst mir einen storch braten, aber die beene recht knusperig 'du kannst mir gewogen bleiben', angesichts der knorpeligen, dürren storchbeine eine steigerung des ungenieszbaren (auch allein du kannst mer en storch braten! als verächtlicher zuruf MÜLLER-FRAUREUTH a. a. o.). — in Sachsen auch als antwort für einen unberufenen frager geschmulter (geschmorter) storch ALBRECHT Leipz. ma. 218a; ähnlichen sinn hat vertell mî nuscht vom storch sîne hinderbêne FRISCHBIER sprichw. 2, 175, d. h. 'bring nichts widersinniges, unglaubliches vor'.
(Bd. 19, Sp. 371 ff., hier kopiert aus: http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GS49073#XGS49073)1
1DWB = Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971.
Answer from Christian Geiselmann on Stack ExchangeDas Deutsche Wörterbuch von Grimm & Grimm sagt zu diesem Spruch (weit unten im Lemma "Storch"):
α) scherzhaft als ausdruck einer starken verwunderung da brat mir einer einen storch! in dem sinne von 'so etwas ist noch nicht erlebt, noch nicht dagewesen! da hört doch alles auf!' und mit dem weiteren zusatze und (aber) die beine (beene) recht knusperig! vgl. MÜLLER-FRAUREUTH 2, 569a: wohl übernommen aus der anderen wendung du kannst mir einen storch braten, aber die beene recht knusperig 'du kannst mir gewogen bleiben', angesichts der knorpeligen, dürren storchbeine eine steigerung des ungenieszbaren (auch allein du kannst mer en storch braten! als verächtlicher zuruf MÜLLER-FRAUREUTH a. a. o.). — in Sachsen auch als antwort für einen unberufenen frager geschmulter (geschmorter) storch ALBRECHT Leipz. ma. 218a; ähnlichen sinn hat vertell mî nuscht vom storch sîne hinderbêne FRISCHBIER sprichw. 2, 175, d. h. 'bring nichts widersinniges, unglaubliches vor'.
(Bd. 19, Sp. 371 ff., hier kopiert aus: http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GS49073#XGS49073)1
1DWB = Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971.
Die Erklärungen hinken alle. Ich habe auf redensarten-index.de diese Definition gefunden:
umgangssprachlich, salopp; Nach einer biblischen Speisevorschrift Q darf der Storch (ebenso wie Fledermaus oder Reiher) nicht gegessen werden. Dies übertrug sich auch auf das Mittelalter, zudem der Storch abergläubische Verehrung genoss und sein Fleisch als ungenießbar galt.
Dieses zudem ist elegant, bedeutet aber hier: vielleicht auch.
Da kommt schon alles zusammen, aber in einem naiven Narrativ.
Die AT Speisevorschrift beinhaltet ja sehr viele Tiere, auch Schweine. Das hat mit dem christlichen Mittelalter nicht direkt zu tun.
Nur scherzhaft wird der Storch daher in der Literatur der Renaissance gelegentlich als Leckerbissen genannt.
Was heisst "nur scherzhaft"! Gerade deswegen, als humorvolle Provokation.
Herkunft von was genau? Storchen-Mythos oder Redewendung?