Die Öl- und Gaslieferungen nach Europa könnten bereits ab Anfang April 2026 massiv zum Erliegen kommen, da ein Großteil der weltweiten Lieferungen aufgrund der Schließung der Straße von Hormuz unterbrochen ist.
Saudi-Arabien hat als größter Ölexporteur die Lieferungen halbiert, während der Iran die Meerenge seit Ende Februar de facto blockiert.
Ungarn und die Slowakei haben am 4. April 2026 gemeinsam die EU aufgefordert, das Verbot für russische Öl- und Gaslieferungen aufzuheben, da die Energiekrise durch die Situation um den Iran verschärft wird.
Experten wie der Shell-CEO warnten bereits am 2. April davor, dass Europa innerhalb weniger Wochen mit ernsthaften Engpässen konfrontiert sein könnte.
Deutschland ist zwar indirekt betroffen, da die Hauptlieferanten Norwegen, USA und Libyen nicht im Persischen Golf liegen, doch ein globaler Verteilungskampf treibt die Preise in die Höhe.
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist nahezu zum Erliegen gekommen, und alternative Routen wie der Suezkanal decken laut S&P Global nur etwa 40 % der Kapazität ab.
Die EU-Kommission und wichtige Verbündete haben Iran aufgefordert, die Blockade unverzüglich zu beenden, und fordern zudem ein Moratorium auf Angriffe gegen zivile Infrastruktur, einschließlich Öl- und Gasanlagen.