Lebenskunde ist ein Unterrichtsfach, das in vielen Schulen Wiens angeboten wird und sich mit ethischen, sozialen und existenziellen Fragen beschäftigt. Es zielt darauf ab, Schüler*innen zu unterstützen, ihre persönlichen Werte, die Bedeutung moralischen Handelns und den Sinn des Lebens zu reflektieren – ohne religiöse Grundlagen. Der humanistische Lebenskundeunterricht versteht sich als Ergänzung zum wissenschaftlichen Unterricht und fördert die Entwicklung von Menschenrechten, Selbstreflexion und sozialer Verantwortung.
In der Pflichtschule wird Lebenskunde oft als eigenständiges Fach oder integrativ im Curriculum angeboten. Beispielsweise verfügt die Schule SZ Treustraße über eine IBOBB-Initiative (Integrierte Berufsorientierung und Berufsbildung), die Lebenskunde mit Berufsorientierung verbindet. Hier findet wöchentlich ein Unterrichtsblock statt, ergänzt durch dreistündige Projektgruppen, die auf Interessen und Stärken der Schüler*innen abgestimmt sind.
Weitere Angebote wie Berufspraktische Tage, Branchenpräsentationen und Bewerbungstraining mit Unterstützung von WUK-Faktor-C und Jobcoaches sind Bestandteil des Lebenskunde- und Berufsorientierungsangebots. Die Schüler*innen dokumentieren ihre Fortschritte in einer BO-Mappe, die später bei Bewerbungsgesprächen genutzt werden kann.
Zusätzlich fördert die Initiative lebens.werte.schule an der Universität Wien inklusive und partizipative Schulentwicklungen, die auf Anerkennung, Vielfalt und Demokratie setzen. Diese Projekte unterstützen Schulen dabei, eine menschengerechte Bildungskultur zu schaffen.
Die Bildungsdirektion Wien bietet zudem umfassende Informationen zu Lehrplänen, Schulverzeichnissen und neuen Entwicklungen im Schulsystem – einschließlich der Neuerungen ab Schuljahr 2024/25.